Sommerliteratur aus Ibiza

Wer viel schreibt und liest, der braucht hin und wieder einen Tapetenwechsel. Für mich ist das Restaurant San Juan im Norden Ibizas ein Zufluchtsort, wenn ich mal wieder „über die Bücher“ muss. Die literarisch Interessierten – darunter auch viele Deutschsprechende – tauschen Lesestoffe aus, lassen sich inspirieren und zu wunderbar hitzigen Debatten hinreissen. Seitdem mit…

Ernesto Perren: „Schein statt Sein!“

Ernesto Perren ist in Zermatt als Sohn einer angestammten Bergführerfamilie geboren. Er war Luftverkehrsangestellter, Trekking-Reiseleiter und Para-Hotelier. Er verfügt über ein Flair für die Natur, für Sprachen und Kulturen. Er ist Bergschriftsteller, Essayist und Lyriker. Die Spannung zwischen Berg und Tal und zwischen Natur und Kultur inspiriert ihn zum Schreiben. Er erhielt diverse Auszeichnungen wie…

Gerhard Falkner: „Romeo oder Julia“

Bekannt geworden ist Gerhard Falkner als Lyriker. Zusammen mit seiner Frau Nora Matocza betätigt er sich auch als Übersetzer. Dem Übersetzer-Ehepaar war kürzlich eine konsequente Übersetzung von Rilkes „Quatrains Valaisans“, der Walliser Quartette, gelungen, die auch den Reim mit einbezieht. Falkner übersetzte auch Gedichte von Gerard Manley Hopkins, William Butler Yates und Charles Olson. Mit…

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn…“

Über Wochen haben uns schreckliche Bilder aus Italien erreicht. Mit mehr als 30’000 Toten hat die Pandemie das Leben in vielen italienischen Städten zum Erliegen gebracht. „Die Schönheit Italiens wird nicht in Quarantäne bleiben“, sagte der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte bereits anfangs Mai. In den vergangenen Wochen ist uns Italien fremd und unheimlich geworden. Die…

Joanne Gattlen: Englische Übersetzung ihres Fantasy-Romans

Ein Aufenthalt in den USA inspirierte Joanne Gattlen zu ihrem Fantasy-Roman „Meravella“. Sie betreute damals in einer Gastfamilie zwei Mädchen. Die Mädchen erzählten ihrer „Nanny“ Joanne immer wieder von ihren Begegnungen mit Feen. Die beiden Girls hatten gar einen Feengarten angelegt. Den Nachbarskindern überbrachten sie immer wieder neue Feen-Storys. Zu erfinden brauchten sie die Storys…

Livia Anne Richard: „Anna der Indianer“

Hoch über den Dächern von Bern und mit Blick auf „ihren“ Theaterberg, den „Güschä“, den Gurten, durfte ich mich an Fronleichnam ausgiebig mit Livia Anne Richard unterhalten. Wir sprachen über ihre Pläne und vor allem auch über ihren Roman-Erstling „Anna der Indianer“. Am vergangenen Wochenende waren meine Gespräche mit Livia Anne Richard und ein Literaturtipp…

Gruppendynamik: Dazugehören ist alles

Fachleute bezeichnen das Thema Mobbing als eines der kaum lösbaren aktuellen Jugendprobleme. Die Literatur hat in diesem Frühjahr reagiert. Aus der Fülle von Mobbing-Geschichten seien an dieser Stelle besonders zwei Romane hervorgehoben. Die Ausgangslage bei fast allen Romanen zu diesem Thema ist die gleiche: Passive Lehrpersonen und überforderte Eltern. Sie alle kommen in den Geschichten…

Buch und Film: Waffenläufer als „Mitternachtsmörder“

Gestern Mittwochabend, 10. Juni, hatte der Film „Der Läufer“ im Schweizer Fernsehen SRF Premiere. Der Spielfim basiert auf der wahren Geschichte des Waffenläufers Mischa Ebner, der zum Mörder wurde. Das Buch dazu ist ebenfalls bereits erschienen: „Tödlicher Schatten“ von Jürg Mosimann. Der spannende Krimi erzählt die Hintergründe und legt dar, was die Ermittlungen zu diesem…

Nach der Krise: Shoppinglust

Wer glaubt, Shopping sei nur was für Frauen, der irrt. Ein Besuch noch vor Corona-Zeiten im Macy’s in New York faszinierte mich und zog mich tagelang in seinen Bann. Das Haupthaus von Macy’s in New York ist mit fast 200’000 Quadratmetern eines der grössten Warenhäuser der Welt. Zum Vergleich: Das Kaufhaus des Westens in Berlin…

Das Geheimnis des Engländers von Reckingen

Im Jahr 1929 tauchte unerwartet ein Engländer im Dorf Reckingen auf. Während der folgenden zehn Jahre hauste er während den Sommermonaten in einer Höhlenwohnung im wildromantischen Blinnental. Mit Frauenkleidern angetan und mit queren Gedanken im Kopf bezauberte er die Dorfbevölkerung, mehr noch, er gewann die Herzen der bodenständigen Bevölkerung. Unbemerkt verschwand „der Engländer“ nach zehnjährigem…