Erinnerungen an „Jenseits von Afrika“: Die Romanbiographie zu Tania Blixen eignet sich als grandiose Ferienlektüre

Die Lektüre von „Jenseits der Ngong Berge“ entführt uns in das magische Leben der Tania Blixen, sie berührt und weckt Sehnsucht nach den Weiten Afrikas. (Symbolbild aus Afrika: Kurt Schnidrig)

Die Bilder aus dem Film „Jenseits von Afrika“ tauchen beim Lesen auf: Wie Tania Blixen zusammen mit ihrem Geliebten im Propellerflugzeug über die kenianische Savanne fliegt, mitten hinein in den Himmel ihrer Träume, wie dann aber ihr Afrika-Traum zerstäubt und wie sie, finanziell am Ende und gesundheitlich angeschlagen, nach Dänemark heimkehrt. In ihrer ursprünglichen dänischen Heimat erlangt sie als Schriftstellerin Weltruhm – dies alles ist ein grandioser Romanstoff, eine berührende Roman-Biographie und eine grossartige Sommer-Ferien-Lektüre.    

Immer noch geheimnisvoll und rätselhaft ist der Kontinent Afrika. Das Land Kenia hat in der Vergangenheit für viele Buch-Bestseller und Verfilmungen die Szenerie geliefert. Das Film-Epos „Jenseits von Afrika“ hat mit seinen unvergesslichen Bildern von blühenden Savannen, von einer imposanten Tierwelt und von abenteuerlichen Begegnungen unsere Vorstellungen von Kenia geprägt. Protagonistin in Buch und Film ist Tania Blixen, der Name ist ein Pseudonym auf dem deutschen Buchmarkt, denn geboren wurde sie in ihrer dänischen Heimat als Karen Blixen.

Wer war diese faszinierende Frau? Wer war Karen Blixen? Und was steckt hinter dem Mythos „Jenseits von Afrika“? Eine Roman-Biographie liefert Antworten auf diese Fragen. Die Bestseller-Autorin Maren Gottschalk hat das Leben von Tania Blixen und ihr Wirken in Kenia in ihrem Buch „Jenseits der Ngong Berge“ gut recherchiert und spannend erzählt wiedergegeben.

Aus den tiefen Wäldern Dänemarks war Tania Blixen in die endlosen Weiten der afrikanischen Savanne ausgewandert. Um ihr aussergewöhnliches Leben ranken sich Mythen und Legenden. Der Film „Jenseits von Afrika“ erzählt davon.

In Kenia wollte die Dänin Karen Blixen in ein neues Leben aufbrechen. Sie kaufte eine Kaffeefarm, die Farm war ein wahrer Traum, wunderbar malerisch gelegen unterhalb der kenianischen Berge. Als Tania Blixen tauchte sie ein in diese fremde und exotische Welt, die für sie zu einer zweiten Heimat werden sollte.

Als Karen Blixen nach 17 Jahren nach Dänemark zurückkehren musste, da hatte sie alles verloren. Ihre Afrika-Träume zerstoben wie eine Seifenblase: Die Kaffee-Farm war bankrott und die grosse Liebe ihres Lebens mit einem Propeller-Flugzeug tödlich verunglückt. Ein Teil ihrer Seele jedoch bleibt für ewig in den Weiten Afrikas zurück. Tania Blixen findet Trost in den Erinnerungen an ein Leben, das viel Stoff bietet für grossartige Romane.

Maren Gottschalk: „Jenseits der Ngong Berge“. 477 Seiten. Goldmann Taschenbuch, 2026

Der Roman „Jenseits der Ngong Berge“ erlaubt einen Blick hinter das Afrika-Klischee. Die Autorin Maren Gottschalk erzählt das aussergewöhnliche Leben der dänischen Farmerin und Autorin Tania Blixen meisterhaft. Beim Lesen entstehen grandiose Afrika-Bilder im Kopf. Die Lektüre entführt uns in das magische Leben der Tania Blixen, sie berührt und weckt Sehnsucht nach den Weiten Afrikas.

Zur Autorin: Maren Gottschalk, 1962 in Leverkusen geboren, studierte in München Geschichte und Politik und promovierte über Geschichtsschreibung. Sie schreibt Beiträge für die WDR-Radiosendung ZeitZeichen und verfasst daneben Biographien und Romane.  

Hören Sie dazu den Podcast aus der Sendung Literaturwelle von Radio Rottu Oberwallis (Quelle: rro / Kurt Schnidrig / Jonas Vomsattel)

Text, Bild und Radiosendung: Kurt Schnidrig