Multimediafestival BergBuchBrig 4. bis 8. November: Wissenschaftliche Ausweitung und mehr unmittelbare Erlebnisse

Carmen Bregy, neue Programmleiterin bei BergBuchBrig, setzt auf Publikumsnähe und auf mehr Kontakte mit Fachleuten (Bild: Kurt Schnidrig)

„Natur, Kultur, Zukunft“ – das ist der diesjährige Slogan des Multimediafestivals BergBuchBrig. Die 20. Ausgabe verbindet Literatur, Film, Fotografie, Musik, Kunst und Wissenschaft rund um das Thema „Berge“.

Schwerpunkte im reichhaltigen Programm sind der Wandel der Alpen, die Zukunft der Gletscher, die Biodiversität, der Tourismus und vor allem auch die Frage, wie sich Heimat und Kultur weiterentwickeln könnten. Wie verändert der Klimawandel unsere Alpen? Wie wollen wir künftig im Berggebiet leben und wirtschaften?

Als neue Programmleiterin sorgt Carmen Bregy für frischen Wind bei BergBuchBrig. Carmen Bregy ist im Wallis geboren und lebt heute in Basel. Sie ist selbstständige Werberin und Projektleiterin im Wissenschafts-, Kunst- und Kulturbereich.

Zu den neuen Schwerpunkten des Festivals 2026 sagt Carmen Bregy: „Das Festival ist jetzt schon 20 Jahre alt. Das ist ein gutes Fundament, darauf lässt sich gut aufbauen. Ich möchte deshalb jetzt nicht alles drunter und drüber kehren. Wir möchten die bisherigen Stärken des Festivals mitnehmen, insbesondere die Multidisziplinarität. Der Wissenschafts-Vermittlung möchte ich mehr Raum geben. Das Wissen, über das wir bezüglich unserer Bergregionen verfügen, soll durch Forschende erläutert werden, und zwar 1:1 auf der Bühne. Dem Publikum wird auch vermehrt die Möglichkeit geboten, Fragen zu stellen.“ 

Erstmals lagert das Festival BBB zwei Veranstaltungen in den Theatersaal des Kollegiums Brig aus. Dabei handelt es sich um zwei Kurzvorträge. Dr. Sonja Wipf spricht zum Thema „Alpine Tiere und Pflanzen im Klimawandel“. Dr. Matthias Huss referiert über „Schweizer Gletscher – das Ende des ewigen Eises?“

Was verspricht sich die neue Programmleiterin von der wissenschaftlichen Ausweitung des Festivals? Dazu Carmen Bregy: „Ich finde es wichtig, dass man über diese Themen nicht einfach nur in der Zeitung, im Fernsehen oder im Radio informiert wird. Das Publikum soll die Menschen kennenlernen, die sich tagein tagaus mit diesen Themen befassen. Die Besucherinnen und Besucher sollen den Fachleuten auch Fragen stellen dürfen. Auf diese Weise kommt ein unmittelbares Erlebnis zustande, die Informationen lassen sich besser aufnehmen und anschliessend weiterdiskutieren.“

Auch an Literarischem hat das Festival BergBuchBrig einiges zu bieten. Wertvolle und spannende Lesungen stehen im Angebot. „Lentille. Aus dem Leben einer Kuh“ zum Beispiel. Autor und Bauer Urs Mannhart nimmt unsere Alpwirtschaft unter die Lupe. In einer weiteren Lesung befasst sich die Kunsthistorikerin Sybille Omlin mit den grossartigen Walliser Landschaften. Ihr Buch trägt den Titel „Landschaften schreiben“. Dies sind nur zwei Empfehlungen aus dem breitgefächerten Angebot.

Hören Sie dazu den Podcast aus der Sendung Literaturwelle von Radio Rottu Oberwallis mit dem Originalton der neuen Programmleiterin Carmen Bregy (Quelle: rro / Kurt Schnidrig / Vera Bumann)

Text, Bild und Radiosendung: Kurt Schnidrig