
Die Zusammenarbeit des Berner Mundartpoeten Pedro Lenz mit der Band Buergi’s Quest aus der Berner Kulturszene gestaltet sich bereits seit acht Jahren erfolgreich. Die sogenannte Steady Band besteht aus Toni Schiavano (Bass), Fabian Mueller (Piano) und Fabian Bürgi (Drums). Die Band begleitet Pedro Lenz mit seinen Texten.
Vor allem sind es drei Songs mit Texten von Pedro Lenz, die weitherum ein zustimmendes Echo ausgelöst haben: „Hirschpark“, „Schriibmaschine“ und „Öppis näh“.
Der vielleicht bekannteste Text von Pedro Lenz trägt den Titel „Der Goalie bin ig“. Die Erzählung ist verfilmt und mit Preisen ausgezeichnet worden. Allgemein beschreiben die Texte von Pedro Lenz den Alltag. Pedro Lenz schreibt sehr persönliche Texte, häufig gespickt mit philosophischen Gedanken.
Der Pedro-Lenz-Sound
Pedro Lenz versteht sich bestens darauf, unsere Umgangssprache literarisch umzuformen, einen besonderen Rhythmus hineinzubringen und die Texte perfekt ertönen zu lassen. So geartet, entsteht der originelle und typische Pedro-Lenz-Sound. Aktuell ist Pedro Lenz vorwiegend mit seinem Programm „Zärtleche Zunge“ unterwegs, vielfach zusammen mit musikalischer Begleitung.
„Öppis näh“
Im Songtext „Öppis näh“ fragt sich der Autor: Warum steht man eigentlich jeden Morgen auf und warum geht man jeden Abend rechtzeitig zu Bett? Gut wäre doch eigentlich, wenn da im Leben noch ein klein wenig mehr wäre als einfach nur schlafen gehen und wieder aufstehen.
Gut wäre doch: Für einmal auch auf all das schauen, was unseren Alltag sonst noch ausmacht. Es gebe nämlich einen Unterschied zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte.
Zum Beispiel ist da immer auch diese Sehnsucht nach etwas, das einem gut tut, nach etwas, das mit einem etwas bewirkt, auslöst und verändert. Es bräuchte so eine Art Flickzeug für die eigenen Gefühle und Empfindungen oder ein Putzmittel für die eigenen Gedanken, sinniert der Autor.
Mit anderen Worten: Es sollte etwas geben, was man „nehmen“ kann, etwas, das uns in einen neuen Zustand verwandelt. Man sollte etwas „nehmen“ können, damit wieder etwas im Kopf vor sich geht, damit wieder etwas „passiert“. Etwas „nehmen“, damit alles um uns herum wieder mehr Schärfe, Tiefe und Ewigkeit bekommt.
Die Realität, die uns umgibt, sei nämlich nur wie ein Glas Wasser, sie sei langweilig und nur für diejenigen bestimmt, die sich nicht vorstellen können, dass es auch noch etwas anderes geben könnte, hält der Autor in seinem Songtext fest.
Text, Bild und Radiosendung: Kurt Schnidrig