Blanca Imboden schreibt mit Herz und Liebe im weihnachtlichen Luzern

„Der fünfte Advent“ – dies der Titel des neuen Romans von Blanca Imboden (Archivbild: Kurt Schnidrig)

Mit Bürgerort Ausserberg ist Blanca Imboden auch eine Oberwalliserin. Verwurzelt allerdings ist sie im Schwyzer Talkessel und lebt in Malters im Kanton Luzern. Von den Medien wurde sie auch schon mit dem Zunamen „Rosamunde Pilcher vom Vierwaldstättersee“ bedacht. Mit Recht. Ihre Bücher sind mit schöner Regelmässigkeit ganz oben in den Bestenlisten zu finden. Und wie bei den kuschelig-romantischen Pilcher-Stories verpasst auch Blanca Imboden ihren Geschichten ein zauberhaftes Setting.

So siedelt sie denn das Setting ihres neusten Romans „Der fünfte Advent“ in ihrer Lieblingsstadt an, im weihnachtlichen Luzern. Die Protagonistin Doris führt in Luzern einen kleinen Souvenirladen. Ihr zur Seite steht ihr Vater, der allerdings bereits im reifen Alter von 85 Jahren ist.

Ob dem hohen Alter geschuldet oder ganz einfach einer Unkonzentriertheit, die jedem und jeder irgendwann unterlaufen kann: Beim Ausfüllen von einem dieser verflixt komplizierten Online-Formulare verliert der hilfsbereite Papa ganz einfach die Orientierung. Anstatt 10 Packungen mit Weihnachtsschmuck bestellt er 10 Paletten von diesem weihnachtlichen Glimmer- und Glitzerzeug.

Was nur soll Doris nun mit all den Weihnachtskugeln anfangen? Wer kauft schon Christbaum-Kugeln en masse ein? Doch bekanntlich macht Not erfinderisch. Doris entwickelt eine ganz besondere künstlerische Fähigkeit: Mit wenigen Strichen malt sie das Gesicht ihrer Klientel auf eine Christbaum-Kugel. Die Idee zündet. Plötzlich gehen all die überzähligen Weihnachts-Kugeln, versehen mit dem Gesicht der jeweiligen Kundin, über den Ladentisch wie warme Semmeln.

Als dann auch noch der Alltag von Doris aufgrund von familiären Unstimmigkeiten völlig aus der Spur läuft, als sodann die eigene Tochter mit schlauchartig aufgespritzten Lippen heimkommt und der Ex-Mann kriminelle Energien an den Tag legt, als dann schlussendlich eine ehemalige Mitschülerin eine Klassenzusammenkunft in Luzern plant, da platzt der geschäftstüchtigen Doris der Kragen. 

Protagonistin Doris hat partout keine Lust zu erfahren, welche von den ehemaligen Mitschülerinnen in ihrem Leben Glück und welche der Ehemaligen vom Pech verfolgt waren. Doris stellt sich aber den Problemen. Und zur Belohnung erhält sie das schönste Geschenk, das sie jemals in ihrem Leben bekommen hat – allerdings erst am fünften Advent.

«Der fünfte Advent» ist eine Lektüre, die das Herz erwärmt, wunderbar geeignet als Einstimmung auf die Festtage. Der Roman spielt im weihnachtlichen Luzern, in Blanca Imbodens Lieblingsstadt. Und so schreibt und erzählt die Autorin mit Herz, Humor und mit viel Liebe zu ihrer Heimatstadt.

«Der fünfte Advent» ist eine dieser Geschichten, die das Leben schreibt. Blanca Imbodens Buch ist ein berührender Mutmacher, eine stimmige Unterhaltung in diesen weihnachtlichen Tagen, ein sicheres Rezept auch gegen den gefürchteten Festtags-Blues.

Text, Bild und Radiosendung: Kurt Schnidrig